Allgemeine Geschäftsbedingungen
Gorino – Marktplatz-App für zeitlich begrenzte Angebote und Events
Alexander Günnewig | An den Bleichen 8, 48151 Münster, Deutschland | Stand: 2026
§ 1 Geltungsbereich und Anbieter
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) regeln die Nutzung der mobilen Applikation „Gorino“ (nachfolgend „Plattform“ oder „App“), die von Alexander Günnewig, An den Bleichen 8, 48151 Münster, Deutschland (nachfolgend „Betreiber“) betrieben wird.
(2) Die Plattform richtet sich ausschließlich an Nutzer, die das 18. Lebensjahr vollendet haben und ihren Wohnsitz in Deutschland haben.
(3) Durch die Registrierung erklärt sich der Nutzer mit diesen AGB einverstanden. Entgegenstehende oder abweichende Bedingungen der Nutzer werden nicht anerkannt.
(4) Der Betreiber behält sich vor, diese AGB mit Wirkung für die Zukunft zu ändern. Über Änderungen wird der Nutzer mindestens vier Wochen vor dem vorgesehenen Inkrafttreten per E-Mail oder In-App-Benachrichtigung informiert. Die Änderungen gelten als genehmigt, wenn der Nutzer nicht innerhalb der Frist in Textform (z. B. E-Mail) widerspricht. Der Betreiber wird den Nutzer in der Änderungsmitteilung auf das Widerspruchsrecht und die Bedeutung der Frist gesondert hinweisen. Widerspricht der Nutzer, gelten die bisherigen AGB weiter; dem Betreiber steht in diesem Fall ein außerordentliches Kündigungsrecht zu.
§ 2 Leistungsbeschreibung
(1) Gorino ist eine mobile Marktplatz-App für zeitlich begrenzte Angebote und Events (insbesondere Clubs, Bars, Konzerte, Partys, Sport, Kultur, Food & Drinks und sonstige Veranstaltungen). Die Plattform ermöglicht:
- Geschäftskonten (B2C): Unternehmen und Veranstalter können Angebote und Tickets mit integrierter Zahlungsabwicklung über ein Treuhand-System (Escrow) verkaufen.
- Privatkonten (C2C): Privatpersonen können Tickets weiterverkaufen. Die Kontaktaufnahme erfolgt über den integrierten Chat. Die Zahlungsabwicklung findet ausschließlich außerhalb der Plattform direkt zwischen den Parteien statt.
Dar über hinaus stellt die Plattform unter anderem folgende relevante Funktionen bereit:
- Standortbasierte Suche: Die App kann mit Zustimmung des Nutzers den Gerätestandort verwenden, um Anzeigen nach Entfernung zu sortieren und eine Umkreissuche zu ermöglichen.
- Favoriten und Follows: Nutzer können Anzeigen als Favoriten speichern und anderen Nutzern folgen, um deren Angebote leichter wiederzufinden.
- Bewertungen: Nach Abschluss eines über die Plattform abgewickelten Kaufs (B2C, nach Ablauf der Stornierungsfrist bzw. nach Check-In) kann der Käufer den Verkäufer mit 1–5 Sternen und einem optionalen Kommentar bewerten. Die Bewertung ist auf dem Profil des Verkäufers für andere Nutzer sichtbar.
- Geschäftskonto-Dashboard: Geschäftskonten erhalten Zugang zu einem Dashboard mit Übersicht über Umsätze, Verkaufsstatistiken und verfügbares Guthaben.
(2) Der Betreiber stellt die technische Infrastruktur zur Verfügung und tritt bei C2C-Transaktionen ausschließlich als Vermittler auf. Ein eigener Kauf- oder Werkvertrag zwischen dem Betreiber und den Nutzern kommt bei C2C-Transaktionen nicht zustande.
(3) Bei B2C-Transaktionen kommt der Kaufvertrag ausschließlich zwischen dem jeweiligen Geschäftskonto (Anbieter) und dem Käufer zustande. Der Betreiber ist nicht Vertragspartei des Kaufvertrags. Die Zahlungsabwicklung erfolgt durch den externen Zahlungsdienstleister Stripe (siehe § 5).
(4) Die App ist für iOS und Android verfügbar. Ein Anspruch auf Verfügbarkeit der App oder einzelner Funktionen besteht nicht.
§ 3 Registrierung und Nutzerkonten
(1) Privatkonto. Für die Registrierung eines Privatkontos sind folgende Angaben erforderlich: Benutzername, E-Mail-Adresse und Passwort. Alternativ ist die Registrierung über Apple Sign-In möglich. Die Verifizierung erfolgt per E-Mail (OTP-Code). Mit der Registrierung bestätigt der Nutzer, mindestens 18 Jahre alt zu sein, die AGB gelesen und akzeptiert zu haben sowie die Datenschutzhinweise zur Kenntnis genommen zu haben.
(2) Geschäftskonto. Für die Registrierung eines Geschäftskontos sind zusätzlich erforderlich: Unternehmensname, Vor- und Nachname des Ansprechpartners sowie die USt-ID oder Steuernummer. Geschäftskonten sind verpflichtet, vor der ersten Anzeigenveröffentlichung ein vollständiges Impressum gemäß § 5 DDG zu hinterlegen. Ohne Impressum ist die Veröffentlichung von Anzeigen technisch gesperrt.
(3) Pflichten des Nutzers. Der Nutzer ist verpflichtet:
- nur wahrheitsgemäße und vollständige Angaben bei der Registrierung zu machen;
- seine Zugangsdaten vertraulich zu behandeln und vor unbefugtem Zugriff zu schützen;
- den Betreiber unverzüglich zu informieren, wenn Anhaltspunkte für einen Missbrauch des Kontos vorliegen;
- die Plattform nicht für rechtswidrige Zwecke zu nutzen.
(4) Ein Anspruch auf Registrierung oder Aufrechterhaltung eines Kontos besteht nicht. Der Betreiber kann Konten bei Verstößen gegen diese AGB gemäß § 12 sperren oder löschen.
§ 4 Anzeigen und Inserate
(1) Anzeigentypen. Nutzer können Verkaufsanzeigen erstellen. Geschäftskonten können die integrierte Zahlungsabwicklung (§ 5) nutzen; bei Privatkonten erfolgt die Abwicklung außerhalb der Plattform und lediglich die Kommunikation erfolgt über den internen Chat.
(2) Wiederkehrende Events. Anzeigen können von Geschäftskonten als wiederkehrend markiert werden (z. B. „Jeden Montag um 19:00 Uhr“). Der nächste Eventtermin wird automatisch berechnet.
(3) Erlaubte C2C-Anzeigen. Privatpersonen dürfen folgende Inhalte inserieren:
- Tickets, die nicht vom Weiterverkauf ausgeschlossen sind;
- Tickets ohne personenbezogene Angaben des Erstkäufers;
- ausschließlich originale, unveränderte Tickets;
- Eintrittskarten für Events (Konzerte, Partys, Sportevents etc.);
- Gästelistenplätze, sofern diese übertragbar sind;
- Gutscheine und Voucher, sofern diese übertragbar und nicht personalisiert sind.
Nicht aufgeführte Angebotsarten sind im C2C-Bereich nicht gestattet. Insbesondere ist die Erstellung von Events oder Veranstaltungen durch Privatkonten nicht zulässig.
(4) Verbotene Inhalte. Auf der Plattform sind grundsätzlich verboten:
- gefälschte, manipulierte oder duplizierte Tickets;
- Tickets, die laut Veranstalter nicht übertragbar oder weiterverkäuflich sind;
- Mehrfachverkauf desselben Tickets;
- digitale Zugangsdaten (Passwörter, Login-Codes, Streaming-Zugänge);
- Alkohol, Tabak, verschreibungspflichtige Medikamente oder sonstige regulierte Waren;
- illegale oder gestohlene Waren jeglicher Art;
- sexuelle Dienstleistungen oder Inhalte;
- Glücksspiel oder Wetten;
- Finanzprodukte oder Kryptowährungen;
- Anzeigen mit irreführenden oder falschen Angaben.
(5) Anzeigenverwaltung. Anzeigen können als Entwurf gespeichert oder veröffentlicht werden. Veröffentlichte Anzeigen sind für alle Nutzer sichtbar. Nutzer können ihre eigenen Anzeigen jederzeit bearbeiten oder löschen. Der Betreiber behält sich vor, Anzeigen, die gegen diese AGB oder geltendes Recht verstoßen, zu entfernen. Der betroffene Nutzer wird über die Entfernung und deren Gründe informiert.
(6) Bilder. Nutzer können eigene Bilder hochladen oder aus der Gorino-Bildsammlung wählen. Hochgeladene Bilder werden serverseitig in das WebP-Format konvertiert und komprimiert. Der Nutzer versichert, über die erforderlichen Rechte an den hochgeladenen Bildern zu verfügen, und stellt den Betreiber von etwaigen Ansprüchen Dritter frei.
(7) Anzeigen melden. Nutzer können Anzeigen melden, die gegen diese AGB oder geltendes Recht verstoßen. Meldegründe umfassen: Spam oder irreführende Inhalte, unangemessene Inhalte, Urheberrechtsverletzungen und Sonstiges. Der Betreiber prüft eingegangene Meldungen und behält sich vor, gemeldete Anzeigen zu entfernen und Konten zu sperren.
(8) Reihenfolge im Feed. Anzeigen von Geschäftskonten werden im Feed vor Anzeigen von Privatkonten angezeigt. Wählt der Nutzer eine Sortierung (z. B. nach Entfernung), gilt sie innerhalb dieser beiden Gruppen.
§ 5 Zahlungssystem (B2C)
(1) Treuhand-Zahlungssystem. Für Transaktionen zwischen Geschäftskonten (Verkäufer) und Käufern verwendet die Plattform ein Treuhand-Zahlungssystem (Escrow). Die Zahlungsabwicklung erfolgt ausschließlich über den externen Zahlungsdienstleister Stripe (Stripe Payments Europe Ltd., Dublin, Irland). Kartendaten und Bankdaten werden ausschließlich von Stripe verarbeitet und berühren die Server des Betreibers nicht.
(2) Ablauf. Der Käufer gibt beim Kauf seinen Vor- und Nachnamen sowie seine E-Mail-Adresse an und zahlt den Gesamtbetrag (Artikelpreis + Käuferschutzgebühr). Das Geld wird von Stripe treuhänderisch gehalten. Der Artikelpreis wird 15 Minuten vor dem festgelegten Eventbeginn an den Verkäufer ausgezahlt, sofern der Käufer nicht vorher storniert hat. Der Käufer erhält eine Kaufbestätigung mit QR-Code per E-Mail und als QR-Code im Bereich „Tickets“ in der App.
(3) Käuferschutzgebühr. Zusätzlich zum Artikelpreis erhebt der Betreiber eine Käuferschutzgebühr, die vom Käufer getragen wird:
- Feste Gebühr: 0,70 EUR pro Transaktion
- Prozentuale Gebühr: 5 % des Artikelpreises
- Gesamte Käuferschutzgebühr = 0,70 EUR + (Artikelpreis × 5 %)
Der Verkäufer erhält den vollen Artikelpreis ohne Abzüge.
(4) Stornierung. Ob und bis wann der Käufer kostenlos stornieren kann, legt der gewerbliche Verkäufer beim Erstellen der Anzeige fest. Dem Käufer wird das vor dem Kauf angezeigt. Möglich sind eine Stornierung bis 15 Minuten vor Eventbeginn, bis 24 Stunden vor Eventbeginn oder keine kostenlose Stornierung. Die Frist gilt ab Veröffentlichung der Anzeige und wird mit dem Kauf für diese Buchung festgehalten. Nach Ablauf der geltenden Frist oder wenn keine kostenlose Stornierung angeboten wird, ist eine Stornierung ausgeschlossen. Bei rechtzeitiger Stornierung wird der Artikelpreis an den Käufer erstattet. Die Käuferschutzgebühr wird nicht erstattet, da die mit der Käuferschutzgebühr abgegoltene Dienstleistung (Zahlungsabwicklung, Treuhandabsicherung) bereits vollständig erbracht wurde. Die Erstattung erfolgt über Stripe und dauert in der Regel 5 bis 10 Werktage.
(5) Wiederkehrende Events. Bei wiederkehrenden Events wird der nächste Eventtermin zum Zeitpunkt des Kaufs berechnet. Bis Mitternacht des Event-Tags gilt der aktuelle Termin; danach der nächste reguläre Termin. Die Stornierungsfrist berechnet sich anhand des so ermittelten Termins.
(6) Auszahlung an Verkäufer. Verkäufer (Geschäftskonten) müssen vor der ersten Anzeigenveröffentlichung ein Stripe Connect-Konto einrichten und die Identitätsprüfung (KYC) bei Stripe abschließen. Der Artikelpreis wird 15 Minuten vor dem festgelegten Eventbeginn an das Stripe Connect-Konto des Verkäufers übertragen, sofern der Käufer nicht vorher storniert hat. Die Auszahlung auf das Bankkonto erfolgt durch Stripe innerhalb von 1–3 Werktagen. Der Betreiber übernimmt keine Haftung für Verzögerungen, die im Verantwortungsbereich von Stripe liegen.
(7) Check-In (QR-Code). Verkäufer mit Geschäftskonto können den QR-Code eines Käufers über die App scannen, um den Käufer beim Event einzuchecken. Ein erfolgreicher Check-In löst die sofortige Auszahlung an den Verkäufer aus, unabhängig vom Ablauf der Stornierungsfrist. Nach erfolgtem Check-In ist eine Stornierung durch den Käufer ausgeschlossen.
(8) Widerrufsrecht. Verbrauchern steht bei Fernabsatzverträgen grundsätzlich ein gesetzliches Widerrufsrecht von 14 Tagen zu. Gemäß § 312g Abs. 2 Nr. 9 BGB besteht das Widerrufsrecht jedochnicht bei Verträgen zur Erbringung von Dienstleistungen im Zusammenhang mit Freizeitbetätigungen, wenn der Vertrag für die Erbringung einen spezifischen Termin vorsieht. Dies betrifft sämtliche über die Plattform erworbenen Event-Tickets und termingebundenen Angebote. Der Käufer wird vor Abschluss des Kaufs ausdrücklich auf den Ausschluss des Widerrufsrechts hingewiesen und bestätigt seine Kenntnisnahme.
(9) Absage oder Verschiebung durch den Veranstalter. Sagt der Veranstalter (Geschäftskonto) ein Event ab oder verschiebt er den Termin, hat der Käufer Anspruch auf vollständige Erstattung des Kaufpreises einschließlich der Käuferschutzgebühr. Der Veranstalter ist verpflichtet, die Absage oder Verschiebung unverzüglich dem Betreiber der Plattform mitzuteilen. Der Betreiber veranlasst nach Kenntnisnahme die Rückerstattung über Stripe. Die Bearbeitungszeit beträgt in der Regel 5–10 Werktage. Bei einer Verschiebung kann der Käufer wahlweise die Erstattung verlangen oder das Ticket für den neuen Termin behalten. Weitergehende Schadensersatzansprüche des Käufers gegen den Veranstalter bleiben unberührt; der Betreiber haftet nicht für Schäden, die aus der Absage oder Verschiebung durch den Veranstalter entstehen.
§ 6 Chat-Funktion
(1) Die Plattform stellt eine 1:1-Chat-Funktion zur Kontaktaufnahme zwischen Nutzern zur Verfügung. Jeder Chat ist an eine konkrete Anzeige gebunden. Nachrichten können Text und optional Bilder enthalten.
(2) Der Umgang im Chat ist höflich und respektvoll.
(3) Der Nutzer verpflichtet sich, innerhalb der Chatfunktion keine rechtswidrigen, die Gesetze, behördliche Auflagen oder Rechte Dritter verletzenden Inhalte zu verbreiten. Die Verbreitung oder das Teilen von Inhalten, die gegen geltendes Recht verstoßen, ist untersagt. Dies gilt insbesondere für strafbare Äußerungen (z. B. Volksverhetzung, Beleidigung, Verleumdung), pornografische, gewaltverherrlichende oder extremistische Inhalte.
(4) Belästigendes Verhalten, unerwünschte Kontaktaufnahmen, Spamming sowie das wiederholte Senden irrelevanter Inhalte sind untersagt.
(5) Dem Nutzer ist es untersagt, innerhalb des Chats zur gezielten Täuschung anderer Nutzer eine falsche Identität vorzutäuschen.
(6) Sofern ein Nutzer auf einen Verstoß gemäß dieser Vorschrift aufmerksam wird, wird er gebeten, diesen über das entsprechende Profil des Nutzers in der App oder per E-Mail aninfo@gorino.de zu melden. Der Betreiber wird jedem Hinweis sorgfältig nachgehen.
(7) Nutzer können Chats aus ihrer persönlichen Ansicht ausblenden. Die Nachrichten bleiben in der Datenbank gespeichert und sind für den anderen Chat-Teilnehmer weiterhin sichtbar. Eine separate Löschung einzelner Nachrichten ist nicht vorgesehen. Nutzer können ihr Recht auf Löschung ihrer Kommunikationsdaten durch Löschung des Nutzerkontos gemäß § 9 Abs. 1 ausüben.
(8) Nutzer sind für die Inhalte ihrer Chat-Nachrichten selbst verantwortlich. Der Betreiber ist nicht verpflichtet, Chat-Inhalte proaktiv zu überwachen, behält sich jedoch das Recht vor, bei Kenntnis rechtswidriger Inhalte diese zu entfernen und gegebenenfalls Konten gemäß § 12 zu sperren.
§ 6a Bewertungen
(1) Sobald eine über die Plattform abgewickelte Transaktion (B2C) abgeschlossen ist — nach Ablauf der Stornierungsfrist gemäß § 5 Abs. 4 oder nach Check-In gemäß § 5 Abs. 7 — kann der Käufer den jeweiligen Verkäufer mit 1–5 Sternen und einem optionalen Kommentar bewerten. Pro Zahlung ist nur eine Bewertung zulässig; sie kann nachträglich geändert werden. Privatverkäufe, die ausschließlich über den Chat ohne Zahlungsbeleg auf der Plattform erfolgen, können nicht bewertet werden.
(2) Bewertungen (Sterne, optionaler Kommentar, Name bzw. Profilbild des Bewertenden sowie Datum) sind auf dem Profil des Verkäufers und im Zusammenhang mit dessen Anzeigen für andere Nutzer sichtbar.
(3) Nutzer sind für den Inhalt ihrer Bewertungen selbst verantwortlich. Rechtswidrige, beleidigende oder wahrheitswidrige Bewertungen sind untersagt.
(4) Der Betreiber ist nicht verpflichtet, Bewertungen proaktiv zu überwachen, behält sich jedoch das Recht vor, bei Kenntnis rechtswidriger Inhalte diese zu entfernen und gegebenenfalls Konten gemäß § 12 zu sperren. Verstöße können per E-Mail aninfo@gorino.de gemeldet werden.
(5) Ein Anspruch auf Veröffentlichung oder auf Verbleib einer Bewertung besteht nicht.
§ 7 Haftung
(1) Haftung des Betreibers. Der Betreiber haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für vorsätzlich oder grob fahrlässig verursachte Schäden.
(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) ist die Haftung des Betreibers auf den typischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Nutzer regelmäßig vertrauen darf.
(3) Im Übrigen ist die Haftung des Betreibers bei leichter Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
(4) Keine Haftung für Nutzerinhalte. Der Betreiber haftet insbesondere nicht für:
- den Inhalt, die Richtigkeit oder Vollständigkeit von Nutzeranzeigen;
- den Inhalt von Nutzerbewertungen;
- die Durchführung von C2C-Transaktionen, die außerhalb der Plattform abgewickelt werden;
- die Bonität oder Vertrauenswürdigkeit von Nutzern;
- technische Störungen, die außerhalb des Einflussbereichs des Betreibers liegen;
- Schäden durch fehlerhafte oder gefälschte Tickets, die von Nutzern inseriert werden.
(5) Haftung des Nutzers. Nutzer haften für alle Schäden, die dem Betreiber oder Dritten durch die Verletzung dieser AGB oder geltenden Rechts entstehen. Nutzer stellen den Betreiber von Ansprüchen Dritter frei, die auf rechtswidrigen Inhalten oder Handlungen des Nutzers beruhen. Die Freistellungspflicht umfasst auch die Kosten der notwendigen Rechtsverteidigung.
(6) Die Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten der gesetzlichen Vertreter, Erfüllungsgehilfen und Mitarbeiter des Betreibers.
(7) Die verschuldensunabhängige Schadensersatzhaftung für Mängel, die bereits bei Vertragsschluss vorhanden waren, ist ausgeschlossen.
(8) Für den Verlust von Daten haftet der Betreiber insoweit nicht, als der Schaden darauf beruht, dass es der Nutzer unterlassen hat, die Daten in der App ordnungsgemäß zu sichern.
§ 8 Gewerblichkeit und Missbrauch
(1) Privatkonten sind für die private, nicht-gewerbliche Nutzung vorgesehen. Nutzer, die regelmäßig oder in erheblichem Umfang Angebote inserieren oder gewerblich handeln, sind verpflichtet, ein Geschäftskonto zu nutzen.
(2) Der Betreiber behält sich vor, Konten bei Verdacht auf gewerbliche Nutzung mit einem Privatkonto zu sperren und den Nutzer zur Umstellung auf ein Geschäftskonto aufzufordern.
§ 9 Kontolöschung und Datenspeicherung
(1) Kontolöschung. Nutzer können ihr Konto jederzeit in den App-Einstellungen löschen. Die Löschung wird unverzüglich automatisiert durchgeführt. Bei Kontolöschung werden folgende Daten unwiderruflich entfernt:
- Profildaten
- Anzeigen (einschließlich Bilder)
- Chat-Nachrichten
- Favoriten und Follow-Beziehungen
- Bewertungen (abgegebene und erhaltene)
(2) Aufbewahrung von Zahlungsdaten. Zahlungsdaten werden aus gesetzlichen Aufbewahrungspflichten (§§ 147 AO, 257 HGB) für einen Zeitraum von zehn Jahren pseudonymisiert gespeichert. Hierbei werden Name und E-Mail-Adresse des Käufers entfernt; Transaktions-IDs und Beträge bleiben erhalten.
(3) Stripe Connect-Konto. Das Stripe Connect-Konto des Verkäufers wird nicht vom Betreiber verwaltet und bleibt bei Stripe bestehen. Für dessen Löschung muss sich der Nutzer direkt an Stripe wenden.
(4) Datenexport. Nutzer haben das Recht, ihre gespeicherten personenbezogenen Daten in einem maschinenlesbaren Format (JSON) herunterzuladen. Der Export umfasst Profildaten, eigene Anzeigen, Zahlungshistorie, Chat-Nachrichten, Favoriten und Follow-Beziehungen. Der Export kann in den App-Einstellungen ausgelöst werden und wird unverzüglich bereitgestellt.
§ 10 Nutzungsrechte und geistiges Eigentum
(1) Der Betreiber räumt dem Nutzer ein einfaches, nicht übertragbares, widerrufliches Recht zur Nutzung der App für die Dauer des Vertrages ein.
(2) Durch das Hochladen von Inhalten (Bilder, Texte) räumt der Nutzer dem Betreiber ein nicht-exklusives, unentgeltliches, zeitlich auf die Dauer der Nutzung beschränktes Recht ein, diese Inhalte zum Zweck des Betriebs der Plattform zu verwenden, zu speichern und anzuzeigen. Dieses Recht erlischt mit Löschung des Inhalts oder des Nutzerkontos.
(3) Das Scraping, automatisierte Auslesen oder sonstige systematische Extraktion von Daten der Plattform ist untersagt.
(4) Dem Nutzer ist es untersagt, die zur Verfügung gestellte App oder Teile davon zu kopieren, zu reproduzieren, zu modifizieren, zurückzuentwickeln (Reverse Engineering), zu dekompilieren, disassemblieren oder anderweitig den Quellcode der App ganz oder teilweise zu rekonstruieren – es sei denn, dies ist gesetzlich zwingend erlaubt (§ 69e UrhG). Ebenso ist es dem Nutzer untersagt, Funktionalitäten oder die Systemarchitektur der App zu analysieren, um diese ganz oder teilweise nachzubauen, nachzuahmen oder in vergleichbarer Weise zu nutzen, zu vermarkten oder Dritten zur Verfügung zu stellen. Der Nutzer verpflichtet sich hierzu, alle technischen und organisatorischen Maßnahmen zu unterlassen, die darauf abzielen, die Schutzmechanismen oder Lizenzkontrollen der App zu umgehen.
§ 11 Verfügbarkeit und Wartung
(1) Der Betreiber strebt eine möglichst hohe Verfügbarkeit der Plattform an, übernimmt jedoch keine Garantie für eine ununterbrochene Verfügbarkeit.
(2) Der Betreiber behält sich vor, die Plattform für Wartungsarbeiten vorübergehend einzuschränken oder abzuschalten. Geplante Wartungsarbeiten werden nach Möglichkeit vorab angekündigt.
§ 12 Kündigung und Sperrung
(1) Kündigung durch den Nutzer. Nutzer können ihr Konto jederzeit ohne Angabe von Gründen löschen (siehe § 9).
(2) Sperrung durch den Betreiber. Der Betreiber ist berechtigt, Nutzerkonten bei Verstößen gegen diese AGB oder geltendes Recht zu sperren oder zu löschen. Bei leichten Verstößen erfolgt zunächst eine Abmahnung mit angemessener Frist zur Abhilfe. Bei schwerwiegenden Verstößen (insbesondere Betrug, wiederholte Verstöße trotz Abmahnung, strafbare Handlungen) ist eine sofortige Sperrung ohne vorherige Abmahnung zulässig.
(3) Der Nutzer stellt den Betreiber von etwaigen Ansprüchen frei, die von dritter Seite insoweit gegenüber dem Betreiber wegen Verletzung der in diesen AGB genannten Pflichten oder wegen Verstoßes gegen geltendes Recht durch den Nutzer erhoben werden. Der Nutzer ersetzt dem Betreiber alle Aufwendungen und jeden Schaden, der dem Betreiber aus einem solchen Anlass entsteht, insbesondere alle Rechtsverfolgungs- und Rechtsverteidigungskosten.
(4) Im Falle einer Sperrung bleiben laufende B2C-Transaktionen unberührt und werden gemäß den vertraglichen Vereinbarungen abgewickelt.
§ 13 Datenschutz
(1) Die Erhebung und Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt gemäß der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) und dem Digitale-Dienste-Gesetz (DDG).
(2) Einzelheiten zur Datenverarbeitung, zu den Rechten der Betroffenen und zu den eingesetzten Drittanbietern sind der separaten Datenschutzerklärung zu entnehmen, die in der App und unter www.gorino.de/datenschutz-app abrufbar ist.
§ 14 Streitbeilegung und anwendbares Recht
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).
(2) Erfüllungsort für Pflichten aus diesem Vertrag ist der Sitz des Betreibers in Münster.
(3) Sofern es sich bei dem Nutzer um einen Kaufmann, eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder um ein öffentlich-rechtliches Sondervermögen handelt, ist Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus Vertragsverhältnissen zwischen dem Nutzer und dem Betreiber der Sitz des Betreibers in Münster.
(4) Mündliche Nebenabreden sind nicht getroffen. Änderungen, Ergänzungen und Zusätze dieses Vertrages haben nur Gültigkeit, wenn sie zwischen den Vertragsparteien in Textform vereinbart werden.
(5) Der Betreiber ist nicht verpflichtet und nicht bereit, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.
§ 15 Salvatorische Klausel
Sollten einzelne Bestimmungen dieser Vereinbarung ganz oder teilweise nichtig oder unwirksam sein oder werden, so wird dadurch die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht berührt. An die Stelle von nicht einbezogenen oder unwirksamen Bestimmungen tritt das Gesetzesrecht. Sofern solches Gesetzesrecht im jeweiligen Fall nicht zur Verfügung steht (Regelungslücke) oder zu einem untragbaren Ergebnis führen würde, werden die Parteien in Verhandlungen darüber eintreten, anstelle der nicht einbezogenen oder unwirksamen Bestimmung eine wirksame Regelung zu treffen, die ihr wirtschaftlich möglichst nahekommt.
Stand: 2026